Willkommen im Nirwana


Lachgas gegen Angst beim Zahnarzt
Willkommen im Nirwana

Laute Geräusche, steriler Geruch und blendendes Licht – ein Zahnarztbesuch sorgt nicht nur bei Kindern für Unwohlsein. Auch viele Erwachsene leiden unter Angst oder Anspannung, besonders vor einer Behandlung. Dagegen gibt es ein Mittel: Lachgas.

Die Gedanken sind frei

Um die Anspannung vor einem zahnärztlichen Eingriff zu lösen, gibt es bisher nur wenig Möglichkeiten: die Betäubungsspritze gegen die Schmerzen, sich nette Gedanken machen oder im Vorfeld ein paar Entspannungsübungen absolvieren. Was aber, wenn das nicht genügt, um die Sorgen links liegen zu lassen? In diesen Fällen war bislang die Vollnarkose der letzte Ausweg. Seit kurzem bahnt sich eine Alternative den Weg in die Zahnarztpraxen: Lachgas.

„Wie der Name vermuten lässt, versetzt Distickstoffmonoxid – im Volksmund Lachgas genannt – Patienten in einen Wohlfühlzustand. Ängste werden ausgeblendet, das Zeitgefühl geht verloren, und das schmerzfrei und risikoarm“, lobt Kai Teriet den neuen Trend, praktizierender Zahnarzt in der Zahnarztpraxis Oppspring in Mühlheim an der Ruhr.

Ängste einfach wegatmen

Entscheiden sich Arzt und Patient für das Einsetzen von Lachgas, bekommt der Patient vor der Behandlung eine Nasenmaske aufgesetzt. Durch diese strömt zunächst reiner Sauerstoff, dann kommt konzentriertes Lachgas hinzu. Bereits nach wenigen Atemzügen beginnt es zu wirken: Leichtigkeit setzt ein. „Für den Behandler bieten sich der enorme Vorteil, dass Patienten jederzeit ansprechbar sind. Zudem hebt die Anwendung den für Angstpatienten typischen Würgereiz nahezu vollständig auf“, erläutert Dr. Teriet.

Die Gefahr einer Überdosierung sieht der Zahnarzt nicht. Denn das Verhältnis der Sauerstoff-Lachgas-Mischung ist regulierbar und lässt sich individuell an den Patienten anpassen. Nach der Behandlung strömt für ca. fünf Minuten wieder reiner Sauerstoff durch die Maske. Dadurch lässt die Wirkung des Lachgases umgehend nach. Der Patient ist schon kurz nach der Behandlung verkehrstauglich und benötigt für den Nachhauseweg keine Begleitperson.

Mit Lachgas Versorgungslücke schließen

Lachgas gilt als risikoarm, darf jedoch nur von Fachpersonal verabreicht werden. Schwangere sowie stillende Mütter sollten auf die Anwendung von Lachgas verzichten. Auch Menschen mit Herzschwäche sollten davon Abstand nehmen. In den USA setzen bereits 65 Prozent der Zahnärzte Lachgas in ihrer Praxis ein, in Deutschland sind es etwa 4 Prozent. Ein ausbaufähiger Wert, meint Dr. Teriet. „Natürlich ersetzt Lachgas beim Zahnarzt keine Vollnarkose. Wir denken jedoch, dass sich so die enorme Lücke zwischen örtlicher Betäubung und künstlich eingeleitetem Tiefschlaf schließt, wodurch wir viele Vollnarkosen vermeiden können“, resümiert der Experte.

News

Ketamin als Stimmungsaufheller?
Ketamin als Stimmungsaufheller?

Kein Langzeiteffekt

Depressionen sind manchmal schwer zu behandeln. Große Hoffnungen wurden auf die Infusion von Ketamin gesetzt. Nun zeigt sich aber, dass diese Behandlung wahrscheinlich keinen Langzeiteffekt hat.   mehr

Antidiabetika schützen das Herz
Antidiabetika schützen das Herz

Verringertes Infarktrisiko

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versterben – auch bei guter Stoffwechselkontrolle. Einige Antidiabetika scheinen die Gefahr dafür jedoch zu verringern.   mehr

Teenager gegen Meningokokken impfen
Teenager gegen Meningokokken impfen

Weil sie besonders gefährdet sind

Neben Säuglingen sind vor allem Jugendliche gefährdet, sich mit Meningokokken zu infizieren. Deshalb hat die STIKO jetzt ihre Impfempfehlungen aktualisiert: Alle 12- bis 14-Jährigen sollen die Meningokokkenimpfung erhalten, unabhängig davon, ob sie schon vorher dagegen geimpft worden sind.   mehr

Auf Borstenhygiene achten
Auf Borstenhygiene achten

Keimfalle Zahnbürste

Regelmäßiges Zähneputzen soll Zahnfleisch und Zähne eigentlich gesund halten. Doch achtet man dabei nicht auf die Hygiene, wird die Zahnbürste zur Keimschleuder.   mehr

Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht
Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht

Mythos entkräftet

Bei feuchtem Wetter wird das Rheuma schlimmer – das hat schon die Großmutter gewusst. Und auch heutzutage klagen darüber viele Menschen, die an Erkrankungen von Knochen, Muskeln oder Gelenken leiden. Doch laut einer aktuellen Untersuchung gehören wetterfühlige Knochen ins Land der Phantasie - bis auf eine Ausnahme.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Marien-Apotheke
Inhaber Heinrich Hallatschek
Telefon 08341/9 78 40
E-Mail marien-apotheke@t-online.de