Teilhabe ist ein Menschenrecht


Behindertenrat fordert Barrierefreiheit
Teilhabe ist ein Menschenrecht

Barrierefreiheit ist eine Grundvorrausetzung, damit Menschen mit einer Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dennoch ist sie nicht immer gegeben, kritisiert der Deutsche Behindertenrat (DBR) und sieht die Politik im Zugzwang.

Politik gefordert

In Deutschland hat etwa jeder neunte Bundesbürger eine amtlich anerkannte Behinderung. Zwar fordert die UN-Behindertenrechtskonvention Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen, dennoch ist diese oft nicht gegeben, kritisiert der DBR. Aufgrund der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft, nimmt die Anzahl an Menschen mit Behinderung zu. „Umso notwendiger ist es, dass die Bundesregierung endlich konkrete Maßnahmen auf den Weg bringt, die diese große Bevölkerungsgruppe zur Wahrung ihrer Recht benötigt“, fordert Ulrike Mascher, die Sprecherratsvorsitzende des DBR.

Für Chancengleichheit kämpfen

Studien ergaben, dass in Deutschland 2,5 Millionen Menschen mit Behinderung in Wohnungen leben, die erhebliche Barrieren aufweisen. „Die Politik bleibt bislang Antworten schuldig, wie bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum in dem erforderlichen Umfang geschaffen werden kann“, erklärt Mascher.

Auch in anderen Lebensbereichen erfahren Menschen mit Behinderung noch immer Einschränkungen, etwa beim Reisen, beim Besuch von Theatern oder Museen sowie im Bereich Bildung. Die DBR-Sprecherratsvorsitzende weist darauf hin: „Solange Menschen mit Behinderung Probleme beim Bahnfahren, insbesondere auf nicht barrierefreien Bahnhöfen, im Wohnumfeld oder beim Besuch von Schulen, Universitäten, Arztpraxen, Kinos, Theatern, Museen und Gaststätten haben, ist das Ziel noch nicht erreicht, Chancengleichheit für sie herzustellen und ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.“

Um Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, fordert der DBR:

  • das Recht auf inklusive Bildung für Menschen mit Behinderung,
  • die Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben,
  • das uneingeschränkte Wahlrecht für alle Menschen mit Behinderung,
  • den vollständigen Zugang für behinderte Menschen zu Gesundheitsdiensten und -leistungen,
  • die Berücksichtigung des Bedarfs von Menschen mit Behinderung in der Pflegeversicherung.

News

Ketamin als Stimmungsaufheller?
Ketamin als Stimmungsaufheller?

Kein Langzeiteffekt

Depressionen sind manchmal schwer zu behandeln. Große Hoffnungen wurden auf die Infusion von Ketamin gesetzt. Nun zeigt sich aber, dass diese Behandlung wahrscheinlich keinen Langzeiteffekt hat.   mehr

Antidiabetika schützen das Herz
Antidiabetika schützen das Herz

Verringertes Infarktrisiko

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versterben – auch bei guter Stoffwechselkontrolle. Einige Antidiabetika scheinen die Gefahr dafür jedoch zu verringern.   mehr

Teenager gegen Meningokokken impfen
Teenager gegen Meningokokken impfen

Weil sie besonders gefährdet sind

Neben Säuglingen sind vor allem Jugendliche gefährdet, sich mit Meningokokken zu infizieren. Deshalb hat die STIKO jetzt ihre Impfempfehlungen aktualisiert: Alle 12- bis 14-Jährigen sollen die Meningokokkenimpfung erhalten, unabhängig davon, ob sie schon vorher dagegen geimpft worden sind.   mehr

Auf Borstenhygiene achten
Auf Borstenhygiene achten

Keimfalle Zahnbürste

Regelmäßiges Zähneputzen soll Zahnfleisch und Zähne eigentlich gesund halten. Doch achtet man dabei nicht auf die Hygiene, wird die Zahnbürste zur Keimschleuder.   mehr

Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht
Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht

Mythos entkräftet

Bei feuchtem Wetter wird das Rheuma schlimmer – das hat schon die Großmutter gewusst. Und auch heutzutage klagen darüber viele Menschen, die an Erkrankungen von Knochen, Muskeln oder Gelenken leiden. Doch laut einer aktuellen Untersuchung gehören wetterfühlige Knochen ins Land der Phantasie - bis auf eine Ausnahme.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Marien-Apotheke
Inhaber Heinrich Hallatschek
Telefon 08341/9 78 40
E-Mail marien-apotheke@t-online.de