Wenn die Hand nachts einschläft


Nerv unter Druck: Karpaltunnelsyndrom
Wenn die Hand nachts einschläft

Meist beginnt es damit, dass sich während der Nacht ein Kribbel-Gefühl in der Hand ausbreitet. Später kommen Schmerzen hinzu. Diese Beschwerden sind typische Anzeichen eines Karpaltunnelsyndroms. Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen, erklärt Dr. Ursula Petzold, Leitende Medizinerin bei der BARMER GEK.

Handgelenk nachts einschienen

Schuld am Karpaltunnelsyndrom ist ein beanspruchter Nerv. „Es entsteht, weil ein Nerv in Höhe des Handgelenkes Druck ausgesetzt ist. Das kommt recht oft vor, betrifft bis zu zehn Prozent der Bevölkerung und Frauen dreimal häufiger“, weiß Dr. Petzold.

Treten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum immer wieder auf, besteht Handlungsbedarf. Befindet sich die Erkrankung in einem frühen Stadium, hilft meist eine Schiene, die das Handgelenk entlastet. Sie muss nur über Nacht getragen werden. Dadurch behindert sie im Alltag nicht.

Kurzfristig lindert eine Kortison-Injektion die Beschwerden. Das Kortison wird in die Nähe des Nervs am Handgelenk gespritzt. Ob Kortison-Injektionen die Beschwerden langfristig verbessern, müssen zukünftige Studien zeigen.

Letzte Option: OP

Als letzte Option bleibt eine Operation. Diese sollte in Betracht gezogen werden, wenn die Schmerzen in der Hand zu stark werden oder sich die Gefühlsstörungen in der Hand zu einem Dauerzustand entwickeln, rät die Medizinerin. „Die Operation ist selbst bei sehr alten Menschen oder Schwangeren möglich. Sie beseitigt die Ursachen der Erkrankung nachhaltig“, erläutert Petzold. Nach der Operation sollte die betroffene Hand für zwei bis drei Wochen geschont werden. Medikamente und Kälteanwendungen verringern die Schmerzen im Bereich der OP-Wunde, die oft in den ersten Tagen nach dem Eingriff bestehen. In der Regel beseitigt die Operation die Beschwerden lebenslang.

News

Ketamin als Stimmungsaufheller?
Ketamin als Stimmungsaufheller?

Kein Langzeiteffekt

Depressionen sind manchmal schwer zu behandeln. Große Hoffnungen wurden auf die Infusion von Ketamin gesetzt. Nun zeigt sich aber, dass diese Behandlung wahrscheinlich keinen Langzeiteffekt hat.   mehr

Antidiabetika schützen das Herz
Antidiabetika schützen das Herz

Verringertes Infarktrisiko

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu versterben – auch bei guter Stoffwechselkontrolle. Einige Antidiabetika scheinen die Gefahr dafür jedoch zu verringern.   mehr

Teenager gegen Meningokokken impfen
Teenager gegen Meningokokken impfen

Weil sie besonders gefährdet sind

Neben Säuglingen sind vor allem Jugendliche gefährdet, sich mit Meningokokken zu infizieren. Deshalb hat die STIKO jetzt ihre Impfempfehlungen aktualisiert: Alle 12- bis 14-Jährigen sollen die Meningokokkenimpfung erhalten, unabhängig davon, ob sie schon vorher dagegen geimpft worden sind.   mehr

Auf Borstenhygiene achten
Auf Borstenhygiene achten

Keimfalle Zahnbürste

Regelmäßiges Zähneputzen soll Zahnfleisch und Zähne eigentlich gesund halten. Doch achtet man dabei nicht auf die Hygiene, wird die Zahnbürste zur Keimschleuder.   mehr

Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht
Wetterfühlige Knochen gibt’s nicht

Mythos entkräftet

Bei feuchtem Wetter wird das Rheuma schlimmer – das hat schon die Großmutter gewusst. Und auch heutzutage klagen darüber viele Menschen, die an Erkrankungen von Knochen, Muskeln oder Gelenken leiden. Doch laut einer aktuellen Untersuchung gehören wetterfühlige Knochen ins Land der Phantasie - bis auf eine Ausnahme.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Marien-Apotheke
Inhaber Heinrich Hallatschek
Telefon 08341/9 78 40
E-Mail marien-apotheke@t-online.de