Schlafmangel stört Immunantwort


Früh ins Bett vor der Impfung!
Schlafmangel stört Immunantwort
mauritius images/Cavan images

Wer einen Impftermin hat, sollte in den Tagen davor ausreichend schlafen. Denn mangelnde Nachtruhe beeinträchtigt offenbar den Impferfolg. Das gilt vor allem für Männer.

Unter sechs Stunden gibt´s weniger Antikörper

Ziel einer Impfung ist, dass der Körper schützende Antikörper bildet. Einiges kann ihn bei dieser Arbeit stören. Dass dazu auch Schlafmangel gehört, wird schon länger vermutet. Bisherige Studienergebnisse sind jedoch gemischt. Um mehr Klarheit in die Sache zu bringen, hat eine französische Arbeitsgruppe die Daten von sieben Impfstudien erneut analysiert.

In den drei gesichteten Beobachtungsstudien waren nach einer Grippe- oder Hepatitisimpfung die spezifischen Antikörper im Blut gemessen worden. Es gab zusätzlich Angaben über die Schlafdauer der Teilnehmer*innen. Zunächst ließ sich kein Zusammenhang zwischen der Dauer des Nachtschlafs vor der Impfung und der Impfantwort erkennen.

Fündig wurden die Forscher*innen jedoch, als sie die Über-60-Jährigen aus der Berechnung ausschlossen – denn in dieser Gruppe sind Schlafdauer und -qualität meist prinzipiell reduziert. Jetzt zeigte sich, dass bei den Jüngeren ein Nachtschlaf unter sechs Stunden mit einer deutlich geringeren Produktion von Antikörpern verbunden war. Allerdings traf dies nur auf die Männer zu.

Bei Männern stärker ausgeprägt

In den vier geprüften experimentellen Studien führte geringer Nachtschlaf ebenfalls zu einer verminderten Immunantwort. Diesmal gab es auch einen kleinen Effekt bei den Frauen. Bei den Männern war der Zusammenhang jedoch ausgeprägter und statistisch signifikant.

Zu kurzer Schlaf beeinträchtigt die Immunantwort auf Impfungen gegen Viruserkrankungen, resümiert die Studienautorin Karine Spiegel. Die Grenze liege wahrscheinlich bei sechs Stunden, was aber durch weitere Studien bestätigt werden solle. Sie empfiehlt deshalb, in den Nächten vor und um eine Impfung herum mindestens sechs Stunden zu schlafen.

Quelle: Current Biology

News

Ist Low Carb besser als andere Diäten?
Ist Low Carb besser als andere Diäten?

Blick in Studien

Low-Carb-Diäten basieren auf dem Prinzip, möglichst wenig Kohlenhydrate zu essen. Mit dieser Methode lässt sich ziemlich sicher Gewicht reduzieren. Fraglich ist aber, ob Low Carb besser funktioniert als andere Diäten.   mehr

Stillen: Am besten 12 Monate lang
Stillen: Am besten 12 Monate lang

Gut für Mutter und Kind

Stillen ist gut für Mutter und Kind. Eine neue Leitlinie fasst die wichtigsten Empfehlungen rund ums Stillen zusammen.   mehr

Alarmzeichen bei Rückenschmerzen
Alarmzeichen bei Rückenschmerzen

Nachts oder von Fieber begleitet

Rückenschmerzen sind weit verbreitet – und zum Glück meist harmlos. In manchen Fällen können allerdings ernste Erkrankungen dahinterstecken. Bei bestimmten Warnzeichen sollte man zügig eine Arztpraxis aufsuchen.   mehr

10 Tipps fürs Wandern im Alter
10 Tipps fürs Wandern im Alter

Richtig planen!

Wandern ist ein wahrer Jungbrunnen: Es tut Herz und Gehirn gut, bessert Haltung und Trittsicherheit und baut Stress ab. Das gilt auch für ältere und alte Menschen. Damit sie von den Vorteilen des Wanderns profitieren, sollten einige Regeln beachtet werden.   mehr

Alleskönner für den perfekten Teint
Alleskönner für den perfekten Teint

Pflegt, schützt und verschönt

Sie nennen sich BB-, CC- oder DD-Cremes und gelten als Alleskönner in der pflegenden Gesichtskosmetik. Doch was steckt eigentlich in den Cremes, und, vor allem: Was leisten sie wirklich?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Marien-Apotheke
Inhaber Heinrich Hallatschek
Telefon 08341/9 78 40
E-Mail marien-apotheke@t-online.de