Gefahr aus der Gartenerde


Tetanusimpfung auffrischen!
Gefahr aus der Gartenerde

Kleinste Wunden reichen aus, um sich mit Wundstarrkrampf (Tetanus) zu infizieren. Einen wirksamen Schutz bietet die Tetanusimpfung, die nach 10 Jahren aufgefrischt werden muss.

Tetanus endet bei jedem 4. Patienten tödlich

Bei Tetanus handelt es sich um eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch Sporen des Bakteriums Clostridium tetani übertragen wird. Diese Sporen kommen in Gartenerde und Waldboden vor. „Für eine Infektion reichen bereits […] kleine Schnitt- oder Schürfwunden aus, die man sich […] schnell bei der Gartenarbeit zuziehen kann“, erklärt der Neurologe Prof. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). „Menschen infizieren sich mit Tetanus, wenn Sporen des Bakteriums durch Wunden in den Organismus eindringen.“

Die Tetanussporen überleben im Freien unter widrigsten Bedingungen. Im Menschen vermehren sich die Bakterien und geben stark wirksame Giftstoffe ab. Nelles erläutert die Krankheitszeichen: „Das Toxin Tetanospasmin […] schädigt Nervenzellen […] und führt dadurch zu den typischen Muskelkrämpfen, wie sie beim Wundstarrkrampf auftreten. Ein anderer Giftstoff […] greift das Herz an.“

Eine Tetanusinfektion beginnt mit grippeähnlichen Anzeichen. Nelles führt aus, dass sich in der Folge eine Blockade der Kiefermuskulatur (Kieferklemme) und Krämpfe in der Rückenmuskulatur entwickeln, durch die sogar Wirbel brechen können. In Deutschland liegt die Sterberate trotz intensivmedizinischer Versorgung bei etwa 25 Prozent.

Gesetzliche Kassen übernehmen Kosten für Immunisierung

Die Experten der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin empfehlen allen Erwachsenen, Kindern und Säuglingen eine Impfung gegen Tetanus. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Die Grundimmunisierung von Erwachsenen umfasst 3 Impfungen, bei Kindern sind es 4. Nach 10 Jahren muss der Impfschutz aufgefrischt werden. Der Impfstoff regt die Produktion von Antikörpern an, die eindringende Giftstoffe neutralisieren und zerstören.

Quelle: Neurologen im Netz

Weitere Informationen zur Tetanuserkrankung und der Schutzimpfung auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

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